Nein! zum neuen Polizeigesetz NRW

Nein zum neuen Polizeigesetz NRW! Kein Angriff auf unsere Freiheit und Grundrechte!

Die NRW-Landesregierung plant eine massive Verschärfung des Polizeigesetzes. Noch vor der parlamentarischen Sommerpause soll diese ohne große Diskussion verabschiedet werden. Diese Verschärfung hebelt grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien wie die Unschuldsvermutung und Gewaltenteilung aus. Weiter lesen
Übersicht über die geplanten Änderungen

– Einführung des Begriffs der sogenannten „drohenden (terroristischen) Gefahr“
– Einführung von Tasern als neue Waffe (Amnesty: „Ein gescheitertes Experiment“)
– Schleierfahndung mit Anhalte- und Sichtkontrollen (u.a. gehört dazu das so genannte Racial Profiling)
– Ausweitung der Videoüberwachung an öffentlichen Orten
– Einführung von Staatstrojanern, d.h. der Möglichkeit die Geräte von Menschen zu hacken, um verschlüsselte Kommunikation mitzulesen und Inhalte zu protokollieren (Netzpolitik.org: „Verfassungswidrig und gefährlich“)
– Anordnung von Aufenthaltsbeschränkungen und Kontaktverboten als präventiv-polizeiliche Maßnahme
– Überwachung durch Fußfesseln u.a. zur Einhaltung der Anordnungen
– Verlängerung der Ingewahrsamnahme, z.B. zur Identitätsfeststellung auf 7 Tage und bei terroristischen Gefahren auf 1 Monat

// Am 22.06.2018 wollen wir in Münster zeigen, dass wir mit diesen Vorhaben nicht einverstanden sind. (Facebook-Link)

Weitere Infos bekommt ihr bei unserem Bündnis “Nationalismus ist keine Alternative” NRW!

Am 7.7. auf die Straße gegen die autoritäre Formierung und für eine Gesellschaft jenseits von Kapital, Staat und Polizei!

 

 

Mobi-Vortrag zu #NOTDDZ (mit dem Bündnis “Keinen Tag der deutschen Zukunft!”)

Am Freitag den 25.05 findet in Münster ein Mobivortag anlässlich der Proteste gegen den TddZ (Tag der deutschen Zukunft ) statt. Am 2. Juni wollen sich Nazis aus ganz Deutschlad versammeln um ihre völkische und nationalisitische Hetze in Goslar auf die Straße zu tragen. Dem Geschichtsrevisionismus und der NS – Verherrlichung muss klare Kante gezeigt werden. Es wird eine organisierte Anreise aus Münster nach Goslar geben, um gemeinsam mit vielen anderen dafür zu sorgen, dass der Naziaufmarsch auf dem Trümmerhaufen der Geschichte landet.

All das geht aber nur ausgestattet mit genügend Informationen: Kommt zur Mobiveranstaltung! Es wird einen Vortrag von Menschen aus dem Bündnis “Keinen Tag der Deutschen Zukunft” geben sowie Infos zur Anreise aus Münster.

Wann: 25.05.2018 | 19 Uhr
Wo: Baracke – Scharnhorststr. 100, Münster

Kein Fußbreit der neonazistischen und faschistischen Ideologie.
Für eine grenzenlose Solidarität und eine emanzipatorische Gesellschaft!

*Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Mehr Infos und Material findet ihr hier!

 


Aufruf zum NoTddZ am 02. Juni 2018 in Goslar

Am 2.6.2018 wollen sich in Goslar Neonazis aus ganz Deutschland und darüber hinaus unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft – Unser Signal gegen Überfremdung“ versammeln, um ihre menschenverachtende Ideologie auf die Straße zu tragen. Bereits zum 10. Mal rufen ost- und westdeutsche Neonazis zum jährlichen Tag der deutschen Zukunft (TddZ) auf, eine Kampagne die mit der Demonstration im Juni in einer ausgewählten Stadt ihren Abschluss findet. Unser klares Ziel ist es den TddZ in Goslar zu verhindern!

Neonazistische Umtriebe in und um Goslar

Zum Abschluss des Aufmarsches 2017 in Karlsruhe wurde das TddZ-Banner an das mittlerweile aufgelöste „Kollektiv Nordharz“ überreicht. Es wurde verkündet, dass das 10-jährige Jubiläum des jährlichen Naziaufmarsches in der „Reichsbauernstadt“ Goslar stattfinden soll. Der Grund für die Wahl Goslars liegt in den guten Verbindungen der Nordharzer Kameradschaftsstrukturen zur Neonaziszene in ganz Deutschland. Auch bundesweit regelmäßig auffallende
Akteure in und um Goslar sind etwa Joost Nolte, Carsten Dicty, Jan Derks, Dominik Brandes, Christoph Moldehnke und Ulf Ringleb, die alle Mitglieder des Kollektiv Nordharz waren und nun im neuen „Großkreisverband Südostniedersachsen“ der Kleinstpartei „Die Rechte“ aktiv sind. Dieser lokale Parteiableger wurde im Januar 2018 in Bad Harzburg gegründet und übernimmt die Organisation des TddZ in Goslar. Mit der Neugründung scheinen die Nazis
ein staatliches Verbot ihrer früheren, kameradschaftsähnlichen Strukturen präventiv verhindert zu haben; mit dem Eintritt in „Die Rechte“ wählten die Harzer Neonazis damit ein Vorgehen, das ihre Dortmunder „Kameraden“, unter anderem Gastgeber des TddZ 2016, in ihrem Sinne erfolgreich genutzt hatten. Goslar ist schon seit einigen Jahren Anlaufpunkt der südniedersächsischen Neonaziszene. So fielen Mitglieder des Kollektiv Nordharz 2017 in Goslar vor allem durch ihre Unterstützung von NPD-Wahlkampfständen auf, wobei anschließende Einschüchterungs- und Verfolgungsversuchen gegenüber Antifaschist*innen nicht ausblieben. Neben den gemeinsamen Veranstaltungen mit Mitgliedern des „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ – nun „Volksbewegung Niedersachsen“ – suchen Mitglieder des Kollektiv Nordharz die aktive Vernetzung mit neonazistischen und rechtsradikalen Gruppierungen und Parteien. Sie waren beispielsweise auf dem thüringischen Eichsfeldtag 2017 präsent, warben auf den letztjährigen Rechtsrockkonzerten in Themar für die Teilnahme am kommenden TddZ und präsentierten sich in vorderster Reihe beim Naziaufmarsch zum 30. Todestag des verurteilten NS–Kriegsverbrechers Rudolf Heß. Das Ziel ihrer teils prominenten Auftritte ist offensichtlich: Die Nordharzer Menschenfeinde wollen am 2. Juni 2018 aus ganz Deutschland Neonazis nach Goslar mobilisieren, um an diesem Tag gemeinsam ihre neonazistische Ideologie auf die Straße zu tragen. Auch vor Ort erhoffen sie sich einen politischen Nutzen aus ihrer Mobilisierung. Die lokalen Nazistrukturen, die sich vor einigen Jahren noch selbst als „Festung Harz“ deklarierten, sollen gestärkt werden, wobei vor allem auf die Mobilisierungsfähigkeit des 10-jährigen Jubiläums gepocht wird. Wie ernst sich die lokalen Nazis in Goslar bezüglich ihrer Rolle rund um den TddZ nehmen, lässt sich an ihren beständigen Mobilisierungsversuchen mit Hilfe von Ständen und Flyeraktionen auf diversen Veranstaltungen erkennen. Gleichzeitig versuchten sie bereits zweimal, wenn auch eher unbeholfen, lokale Veranstaltungen des Bündnis gegen Rechts (BGR) in Goslar zu stören, auf denen erste Planungen für eine No-TddZ-Kampagne erarbeitet wurden.

Warum wir den TddZ verhindern wollen

Nicht erst seit den Bundestagswahlen im vergangenen September ist in Deutschland eine Stärkung völkisch-nationalistischer, antifeministischer und rassistischer Kräfte deutlich zu erkennen. Es sind Akteure der Neuen Rechten und natürlich die AfD, denen es derzeit gelingt, ihr nationalistisch und rassistisch geprägtes Weltbild in die Mitte der Gesellschaft zu transportieren. Sie können dabei auf eine extrem rechte Straßenbewegung bauen, die bereits vor vier Jahren mit den teils erfolgreichen
HOGESA- oder PEGIDA-Aufmärschen die Notwendigkeit eines breiten antifaschistischen Widerstandes klar erkennbar werden ließ. Zwar profitieren neonazistische Gruppierungen und gerade Parteien nicht von dem gegenwärtigen Rechtsruck; jenseits bestimmter Regionen, in denen sie ohnehin subkulturell und im Alltag stark verankert sind, bleibt ein besonderer Zulauf aus. Doch die derzeit erfolgreichen Diskursstrategien von AfD und Co. erweitern ihre Handlungsspielräume. Mit dem Verschieben des Sagbaren nach Rechts wird die ohnehin (potenziell) tödliche Gewalt von Neonazis noch mehr toleriert und sie selbst zu ihren Taten weiter ermutigt. Denn gerade die neonazistischen Organisationen sind es, die den Faschismus als Ideologie verinnerlicht haben und dessen gewaltsame Umsetzung vertreten. Neben dem extrem völkischen Nationalismus umfasst diese Ideologie vor allem auch den Wunsch nach Terror gegen jene, die aufgrund von Nationalität, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Verfassung nicht in ihr Weltbild passen und gegen diejenigen, die sich aktiv und konsequent für eine emanzipatorische Gesellschaft und gegen die Verbreitung solcher faschistischer Ideologien einsetzen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass in den vergangenen Jahren nicht nur ein kontinuierlicher Anstieg rassistischer Hetze, sondern auch von körperlichen Angriffen zu erkennen ist. Der Nährboden dieser Hetze ist dabei die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus. Rechte Strömungen schüren die permanenten Abstiegsängste, indem sie eine soziale Konkurrenz jener befeuern, die von dieser Krise am Meisten betroffen sind. Dabei wird nach Schuldigen gesucht, die als Erklärung für eine weiter anwachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes oder der sich verstärkenden Wohnungsnot herhalten müssen. Gefunden werden diese Schuldigen in den Bevölkerungsgruppen von Migrant*innen und Geflüchteten, die von völkisch-nationalistischen Bewegungen als die „äußeren Feinde“ der deutschen Bevölkerung ausgemacht werden. Seit 2014 lässt sich daher eine Kontinuität der rassistischen Hetze und eine Zunahme an körperlichen und verbalen Angriffen auf Migrant*innen in allen bundesdeutschen Orten und Städten feststellen. Gleichzeitig kommt es in immer kürzeren Abständen zu Angriffen auf zentrale Aufnahmestellen oder Unterkünfte von Geflüchteten, bei denen zum Teil das Leben der Bewohner*innen durch das Legen von Bränden oder durch das Eindringen in die Gebäude und Anwendung roher Gewalt gefährdet wurde. 2015 Heidenau und Freital, 2016 Bautzen, 2018 Wurzen und Cottbus – diese Progrome und rechten Mobilisierungen, die in einer Tradition von Rostock-Lichtenhagen, Mölln oder Hoyerswerda stehen, sind nur einige wenige Beispiele, die verdeutlichen, welche Ausmaße diese Hetze und Gewalt bereits angenommen hat. Zum Tag der deutschen Zukunft wollen sich nun jene faschistischen Organisationen treffen, für die die rechten Gewalttaten der letzten Jahre nur einen Beginn in der Sehnsucht nach der Vernichtung des „Feindes“ darstellen. Sie sind es, die in Goslar gemeinsam ihre vermeintliche Stärke demonstrieren wollen. Mobilisiert wird dabei in unterschiedliche neonazistische Strömungen in ganz Deutschland. Hier treffen sogenannte Freie Kräfte oder Freie Kameradschaften auf Mitglieder rechtsradikaler Parteien, wie „Der Dritte Weg“, „Die Rechte“ und auch der NPD aufeinander. Im Vordergrund der gemeinsamen Abschlussdemo der TddZ-Kampagne steht vor allem das Netzwerken aller Beteiligten untereinander. Zu welchen Taten neonazistische Netzwerke fähig sein können, lässt sich am Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) aufzeigen, der zwischen 2000 bis 2007 insgesamt neun Menschen ermordete. Dass gerade der TddZ ein Ort der Vernetzung des rechten Terrors ist, zeigte sich 2016 in Dortmund. Der in Kameradschafts- und NPD-Kreisen allseits bekannte und umtriebige Funktionär Thorsten Heise traf sich im Rahmen des Aufmarschs mit britischen Combat 18-Aktivisten – also mit Vertretern jener international agierenden Terrororganisation, die auch in Deutschland trotz staatlichem Verbot wieder Fuß fasst.Wir stellen uns gegen jedwede neonazistische und faschistische Ideologie! Mit der alltäglichen und oftmals unwidersprochenen rassistischen Hetze muss einfür alle Mal Schluss sein!

Keine Zukunft für Nazis!

Wir werden uns in Goslar den Neonazis mit ihrer menschenfeindlichen Ideologie entgegenstellen und verhindern, dass sie am 2. Juni marschieren werden. Denn wir haben die Chance, einen der letzten bundesweit relevanten Neonaziaufmärsche auf den Trümmerhaufen der Geschichte zu verfrachten. Wir werden das große Netzwerktreffen der rassistischen Täter und NS-Verherrlicher zu ihrer größten Misere gestalten. Wir begegnen der Drohkulisse, die von den Teilnehmenden des TddZ gegen Migrant*innen und Geflüchte aufgebaut wird, mit einem klaren Signal: Kein Fußbreit der neonazistischen und faschistischen Ideologie! An diesem Tag wird ein breites gesellschaftliches Bündnis zeigen, was es von dem Vorhaben der Nazis hält. Wir zeigen uns solidarisch mit allen Aktionsformen, die dazu beitragen den TddZ zu verhindern. Es gilt den Neonazis das Leben so schwer wie nur möglich zu machen.

Für eine grenzenlose Solidarität und eine emanzipatorische Gesellschaft! Kommt mit uns am 2. Juni auf die Straße und lasst uns gemeinsam den „Tag der deutschen Zukunft“ verhindern!

#noTDDZ

 

Suche Stress – Gegen Kirche, Herrschaft, Vaterland

Suche Frieden – Aber für wen?

Am 12.05.2018 fand die Demonstration „keine Bühne der AFD“ in Münster statt. Anlass war, dass der Katholikentag ein öffentliches Podium mit Volker Münz organisierte. Münz ist Bundestagsabgeordneter der AFD aus Baden-Württemberg und positioniert sich im rechtskonservativen Flügel der ohnehin schon rechten Partei. Wir stehen solidarisch und geschlossen hinter der Forderung des Bündnisses „Kein Meter den Nazis Münster“ der AFD keine Bühne zu bieten. Dennoch geht unsere Kritik darüber hinaus. Wir haben beschlossen ein Transpi mit der Aufschrift „Suche Stress – gegen Kirche, Herrschaft, Vaterland“ auf der Demonstration zu tragen. Der Slogan „Suche Stress“ stellt dabei eine Anlehnung an das Motto des Katholikentag „Suche Frieden“ dar.

In der folgenden Stellungnahme möchten wir begründen, warum wir es für richtig hielten, den Kontext der Demonstration, gegen die Teilnahme der AFD am Katholikentag, auch für eine breitere Kritik zu nutzen. Hierbei können wir keine umfassende, oder auf Vollständigkeit basierende, Religionskritik liefern. Vielmehr möchten wir den Katholikentag als konkretes Event und die damit einhergehende gesellschaftliche Einbettung thematisieren. Um Missverständnissen vorzubeugen halten wir es trotzdem für sinnvoll ein paar einleitende und allgemeine Sätze zu Religion und Glaube zu formulieren.

Uns geht es explizit nicht darum den Glauben einzelner Menschen zu kritisieren oder gar anzugreifen. Hierbei betrachten wir es als notwendig eine begriffliche sowie inhaltliche Trennschärfe zwischen Glaube und Religion zu betonen. Auch wenn wir davon ausgehen, gesellschaftliche Verhältnisse am besten über einen materialistischen Weg zu analysieren und somit die soziale Konstruiertheit aller vermeintlichen Tatsachen im Mittelpunkt steht, möchten wir niemandem das Recht absprechen sein* oder ihr* persönliches Leben nach Paradigmen des Glaubens auszurichten. Für uns stellt Religion in diesem Zusammenhang die Institutionalisierung des Glaubens dar. Die Kritikpunkte, die es an jener Institution zu üben gibt, sind in ihrer konkreten Ausprägung vielseitig und sollen hier nicht den zentralen Stellenwert einnehmen. Viel eher ist es uns wichtig zu betonen, dass Religion, sobald sie genutzt wird, um den Glauben des einzelnen Individuums zu verbreiten, und es zu dem maßgeblichen Paradigma für das Leben anderer Menschen gemacht wird, zu kritisieren ist. Wir positionieren uns klar gegen jeden religiösen Fundamentalismus.

„[…]So impliziert der Imperativ “Suche Frieden”, der diesen Katholikentag leitet, immer zugleich den Auftrag “Schaffe Gerechtigkeit”. […] Dabei werden die Aspekte im Kleinen wie im Großen in unterschiedlichen Veranstaltungsformen ausgefaltet und an den großen gesellschaftlichen Themen wie Migration, innere und äußere Sicherheit, Europa, globale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Bewahrung der Schöpfung deutlich gemacht.“ (Katholikentag 2018, Münster)
Wenn das Motto des Katholikentages 2018 also „Suche Frieden“ und „Schaffe Gerechtigkeit“ ist stellt sich für uns die Frage: Für wen eigentlich?

Schon Tage vor der Großveranstaltung erhielten diverse Haushalte die kostenlose Zeitschrift in der für christliche Themen geworben wurde und den Katholikentag ankündigte. Unter anderem wurde der „Marsch für das Leben“ in Berlin unterstützt. Dabei handelt es sich um Abtreibungsgegner*innen wie sie auch alljährlich in Münster unter dem Namen „1000 Kreuze für das Leben“ marschieren. Das in diesem Gebetszug propagierte Weltbild impliziert reaktionäre Vorstellungen von Geschlecht, Sexualität und Familienleben: Queere Identitäten werden abgelehnt, Homosexualität und alle Formen des Begehrens abseits der heterosexuellen Zweierbeziehung verachtet. Selbstbestimmte Schwangerschaftsabbrüche setzen sie mit dem Holocaust gleich. Die in ihrer Argumentation enthaltene Geschichtsverfälschung, sowie die autoritären Vorstellungen und ihr Antifeminismus machen sie anschlussfähig für Personen und Gruppen aus dem völkisch-rechten Spektrum, wie zum Beispiel der Identitären Bewegung, Neonazis und der AFD.
Die Unterstützung solcher Gebetszüge durch die Katholische Kirche, sowie die generelle Haltung jener Institution gegenüber Menschen, die sich jenseits der binären Zweigeschlechtlichkeit definieren, stellt für uns einen reaktionären Antifeminismus da.

Auch jenseits der Märsche fürs Leben, propagiert die katholische Kirche ein patriarchales Bild von Sexualität und Geschlecht. Die weibliche Sexualität wird einzig und allein über die Reproduktion des menschlichen Lebens definiert, demnach sind Frauen reine Geburtsmaschinen, eigenes Begehren und eine sexuelle Selbstbestimmung wird ihnen demnach verwehrt. Des Weiteren werden Menschen, deren Begehren sich nicht in das binäre System der Zweigeschlechtlichkeit einordnen lässt, tabuisiert und verteufelt. So stellt sich die Kirche bis heute gegen die Ehe für Alle.
So stellt sich hier berechtigterweise die Frage: Friede, aber für wen? Wohl nur für heterosexuelle Menschen, die sich in dem System der Zweigeschlechtlichkeit definieren?

Neben vielen weiteren wichtigen Themen stellt der Krieg gegen die kurdische Bevölkerung in Rojava einen der aktuellsten Konflikte dar. Leider mussten wir feststellen, dass trotz des Mottos „Schaffe Frieden“ keine einzige Veranstaltung zu diesem Thema angesetzt wurde. Verwunderlich?

Was ist los in Münster?

Auf der einen Seite müssen kurdische Demonstrationen über die Promenade laufen, damit es zu bloß zu keinen Verkehrsbehinderungen kommt und bei einer Protestkundgebung gegen die ehemals geplante ZAB (Zentrale Ausländer Behörde) erachtet die Stadt es nicht mal mehr für nötig einzelne Busse umzuleiten und schickt diese direkt durch die Kundgebung. Aber auf der anderen Seite wird für einen Katholikentag mehrere Tage die ganze Innenstadt lahmgelegt. Da fragen wir uns, was ist da los? Dabei geht es uns nicht darum uns über eingeschränkte Mobilität zu beschweren, oder Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Vielmehr stellen wir fest, wie in Münster Prioritäten gesetzt werden.

Dadurch, dass sich der Organisator*innenkreis des Katholikentages dafür entschieden hat der AfD ein Podium zu bieten, erklären sie die Ansichten der Partei für sagbar. Damit verpasst die Katholische Kirche die Chance klar Stellung gegen völkische, sexistische und rassistische Hetze zu beziehen. In Anbetracht der gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse verwundert es nicht, dass sich der Katholikentag zum Steigbügelhalter der Reaktion macht.

Ja, wir suchen Stress, mit einer sich immer autoritärer formierenden Gesellschaft. Mit einem antifeministischen Rollback. Mit nationalistischer Hetze.


Fazit vom “Kein Meter Bündnis”-Münster

Kurzes Video von der Demo

Kein Frieden mit der AfD – Grenzenlose Solidarität statt Ausgrenzung

Am 12.05. will die AfD an einem Podium des Katholikentags teilnehmen. Dagegen wird es eine antifaschistische Demonstration durch die Münsteraner Innenstadt geben.

Wir rufen dazu auf die Demo des “Kein Meter den Nazis Münster” zu unterstützen:

“Vom 9. – 13.05.2018 findet in Münster der 101. Deutsche Katholikentag statt. Ein Großereignis mit hunderten Veranstaltungen, Zehntausenden Besucher*innen und zahlreichen Gästen aus der Politik. Diese sollen auf Einladung der Katholikentagsleitung mit Vertreter*innen der Kirche über diverse religiöse, gesellschaftliche und politische Themen diskutieren. Zu den Eingeladenen gehört auch Volker Münz, kirchenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion. Damit wird die AfD nun zum ersten Mal offiziell auf dem Katholikentag vertreten sein. Die Einladung der AfD ist Ausdruck einer zunehmenden Akzeptanz gegenüber der Partei und offen rassistischen Positionen. Die Entscheidung der Katholikentagsleitung spiegelt wider, dass eine Partei wie die AfD, die Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und geschichtsrevisionistische Thesen propagiert, zunehmend salonfähig geworden ist. Dieser „Normalisierung“ werden wir entgegen treten!” Hier findet ihr den ganzen Aufruf.


Grenzenlose Solidarität statt Antifeminismus, Rassismus und Nationalismus!

 

 

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Gemeinsam nach Bielefeld

Am 30.4. wird es in Bielefeld eine Demonstration gegen Lohnarbeit und Kapitalismus geben. Organisiert wird diese von unseren Freund*innen der Gruppe Alibi (Antinationale Linke Bielefeld).

Hier ein Auszug aus ihrem Aufruf zur Demonstration:

Über die Verhältnisse leben!

Die Umstände unter denen sich Menschen im Kapitalismus verdingen müssen stehen dem Ziel, ein gutes Leben zu führen, meist grundsätzlich gegenüber. Wir wollen uns nicht mit ein bisschen mehr Lohn, kürzeren Arbeitszeiten oder einer besseren „Work-Life-Balance“ zufrieden geben. Wir wollen die Aufhebung von Privateigentum an Produktionsmitteln. Dadurch hätten alle Menschen Zugriff auf die produzierten Güter- und Dienstleistungen. Wir wollen gemeinschaftlich darüber entscheiden, was, wie und in welcher Menge hergestellt wird. Statt unendlicher Lohnarbeit für die Profite der Unternehmen, würde für die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse gearbeitet – und zwar in einer solidarischen Gemeinschaft. Endlich würden alle Menschen von technischem Fortschritt profitieren. Wir wollen den herrschenden Verhältnissen etwas entgegensetzen! Wir wollen die Widersprüche der gesellschaftlichen Eigentumsverhältnisse aufzeigen! Wir wollen unseren Protest dagegen auf die Straße tragen! Wir wollen streiten für ein Ende von Lohnarbeit, Armut, Leistungszwang und Konkurrenz. Wir haben es satt den „Gürtel enger zu schnallen“, wir wollen das schöne Leben – hier, jetzt und für alle! Wir wollen über die Verhältnisse leben!

Ganzer Aufruf der Demonstration: Facebook-Veranstaltung


Wir fahren gemeinsam aus Münster nach Bielefeld!

Treffpunkt: Montag / 30.4. / 16Uhr / Gleis 3 / Münster Hbf


 

 

 

 

+ Gemeinsame Anreise nach Dortmund aus Münster +

Am 14.04. soll in Dortmund ein europaweiter Naziaufmarsch stattfinden. Es wird dagegen antifaschistischen Protest geben, den wir unterstützen wollen. Schließt euch der gemeinsamen Anreise aus Münster an.

Mehr Informationen zu Dortmunder und europaweiten Nazinetzwerken, dem Naziaufmarsch, sowie den Gegenaktionen bekommt ihr am Donnerstag bei der Info- und Mobiveranstaltung in der Leo:16 Kneipe. Zusammen mit der Antifaschistischen Linken Münster organisieren wir diese Veranstaltung. Aktuelle Infos aus Dortmund mit Treffpunkten und Demos findet ihr hier bei BlockaDO. Aktionskarte von uns zusammengestellt (bitte dennoch auf jeden Fall vorher nochmal in Dortmund informieren und die aktuellste Karte verwenden)

(hier als PDF zum Ausdrucken)

Organisiert eure Bezugsgruppen und kommt mit uns nach Dortmund. Den Nazis den Tag vermiesen!


Anreise aus Münster

 

Samstag | 14.04. | 09:15Uhr | Gleis 17 – Hbf Münster

 

Organisierende Gruppen: Antifaschistische Linke Münster, Interventionistische Linke Münster, Eklat Münster


 

(Hinweis: Das Foto ist von den Genoss*innen aus Hamm, Lünen und Werne)

++ Info- und Mobi-Veranstaltung zum Naziaufmarsch am 14.04. in Dortmund ++

 

Am 14. April wollen die Neonazis von „Die Rechte“ wieder einmal durch Dortmund demonstrieren. Nachdem der letzte größere Naziaufmarsch am 1. Mai 2017 kaum als szeneinternes Erfolgserlebnis dienen konnte, soll dies in diesem Jahr dank Unterstützung aus dem europäischen Ausland anders werden. Seit Monaten wird für den Aufmarsch unter dem Motto „Europa erwache“ geworben.

Mit unserer Vortrags- und Mobiveranstaltung wollen wir erstens einen Blick auf die Partei „Die Rechte“, ihre Entstehungsgeschichte und ihre akutelle Relevanz für den deutschen Neonazismus werfen. Außerdem wird der Hintergrund ihrer Kooperationen mit extrem rechten Gruppen in Europa beleuchtet. Zweitens wird uns eine Antifaschist*in aus Dortmund über den Stand der geplanten Gegenproteste in Dortmund informieren.

Von Münster aus wird es am 14. April eine gemeinsame Anreise zu den Antifa-Aktionen in Dortmund geben. Bereits am 29. April wollen die Neonazis in Unna eine Kundgebung durchführen.
Mehr Infos: http://dortmund.blogsport.de/ und hier bei BlockaDo.

Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Linken Münster  und Eklat.

Donnerstag, 5. April 2018 – 19 Uhr
Leo:16 Kneipenkollektiv, Herwarthstraße 7 in Münster

 

Hinweis der Veranstalter*innen: Mitglieder extrem rechter und rechtspopulistischer Parteien oder Organisationen, sowie Personen, die der rechten Szene angehören oder mit ihr sympathisieren oder in der Vergangenheit durch rassistische Wortbeiträge aufgefallen sind und Veranstaltungen gestört haben, sind von der Teilnahme an den Veranstaltungen ausgeschlossen. Die Veranstalter*innen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

++ Anreise-Update / Mobi-Video ++

 

Mittlerweile gibt es Treffpunkte in:

  • Aachen
  • Bonn
  • Köln
  • Hagen
  • Hamm
  • Dortmund
  • Bielefeld
  • Düsseldorf
  • Bremen
  • Oldenburg
  • Hamburg
  • Osnabrück

Alle Anreisen und Links bzw. Infos dazu findet ihr hier!


Feminismus in die Offensive – Kein Gott. Kein Staat. Kein Patriarchat.

 

 

Anreisen aus NRW und Bremen

Mittlerweile gibt es aus verschiedenen Städten Anreisepunkte für die Aktionen und der feministischen Demonstration gegen den #1000KreuzeMarsch in Münster!

Hier findet ihr alle Anreisen zusammengefasst und die jeweiligen Links zu den Gruppen.